Fingerfood-Tartletts mit Lachs
Von Claudia am Dez 29, 2010 | In Partyfood, Tipps & Tricks | 11 Feedbacks »
Wer kurzfristig ohne viel Aufwand knusprige Tartletts zaubern möchte, für den habe ich einen schönen Tipp parat.
Für diese kleinen Tartletts muss man weder aufwändig Teig herstellen noch ist das Ausrollen Glückssache. Der Schummel-Trick: Sie nehmen einfach fertiges Sandwich- bzw. Toastbrot. Man legt ca. 4 Scheiben übereinander und schneidet zunächst die Rinde ab. Wer das nicht macht, kann das Sandwichbrot später nicht ganz gleichmäßig ausrollen.
Anschließend wird jede Scheibe einzeln sehr dünn ausgerollt. Das Brot kann dabei manchmal recht widerspenstig sein, also schön mit Kraft ausrollen. Pro Scheibe kann man dann 4 runde Kreise ausstechen, die haben ca. 5-6 cm Durchmesser. Wenn an der einen oder anderen Stelle ein Millimeter fehlt, ist das nicht schlimm. Die Tartletts sehen ohnehin etwas rustikal aus. Falls Sie größere Formen verwenden, kann es auch passieren, dass Sie nur einen Kreis ausstechen können. Ich finde allerdings, dass das dann kein Fingerfood ist, weil man beim Essen rumkrümelt anstatt das Tartlett mit einem Happs im Mund verschwinden zu lassen.
Ich habe die ausgerollten Brotscheiben in hohe hohe “Piccantini"-Formen, das sind 24-er Mini-Muffin-Formen und in diese Form gegeben (allerdings nicht im Bild). Beim Auslegen der relativ hohen und engen Form musste ich herumprobieren. Die schönsten Tartletts erhielt ich, wenn ich die ausgestochenen Kreise am Rand jeweil 2-3 mm einritzte, sodass die Scheiben in der Form nicht zu wulstig wurden. Zum Andrücken kann man einen Finger oder einen Kochlöffelstiel.
Für eine 24er-Form habe ich also 6 Scheiben Sandwichbrot benötigt, recht ergiebig also. Die Form kommt dann bei 200° C für 5-8 Minuten in den Ofen bis die Tartletts leicht gebräunt sind. Auf einer der oberen Schienen im Ofen geht es schneller, weiter unten dauert es länger bis die Tartletts bräunen. Auf mehreren Ebenen zu backen ist nicht sinnvoll, die unteren Bleche bräunen nicht im konventionellen Ofen.
Die Tartletts bewahren luftdicht aufbewahrt ihre Knusprigkeit. Man kann sie also prima vorbereiten.
Nun zur Lachsfüllung:
Creme fraiche, Schmand oder Frischkäse mit etwas Dijon-Senf, Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft verrühren. Schnittlauchröllchen oder feine Ringe von Frühlingszwiebeln unterrühren. Pro Tartlett ca. 1 Espressolöffel von der Creme in jedes Tartlett geben. Mit einem leicht aufgerollten oder getwisteten Lachsstreifen belegen. Mit Dill, Schnittlauch oder Kaviar verzieren.
Alternativ kann man den Lachs direkt ins Tartlett geben und etwas Sahnemeerrettich drauf geben.
Andere Vorschläge für die Fingerfood-Tartletts:
+ Ziegenkäse, Honig und Thymianblättchen
+ Ziegenkäse, Honig und Membrillo (Quittenbrot)
+ Ziegenkäse mit Zwiebelkonfitüre
+ Linsensalat mit Ziegenkäse
+ Matjessalat
+ Kirschtomate, Mozarella und Basilikumpesto
+ Krabbensalat
+ Frischkäse mit vielen Kräutern (oder andere Variationen)
+ Hummus
+ Auberginenkaviar
+ Hühnerlebercreme
+ Manchego und Kirschchutney
Sie werden beim Zubereiten sicher noch viele andere Kombinationen finden, die sich für diese Tartletts eigenen. Als Form eignen sich meist alle kleinen Muffinformen.
Ich liebe diese Tartletts, weil sie so einfach und spontan zuzubereiten sind. Kennengelernt habe ich sie in Ballymaloe. Als Referenz wurde dort Kochbuchautor Eric Treuille aus dem Books for Cooks in London. In seinem Buch Canapes konnte ich diesen Trick mit dem ausgerollten Brot allerdings nicht finden. Diese Tartletts haben übrigens noch einen Vorteil: Sie sind herrlich knusprig und leicht - kein Vergleich zu schwerem Mürbe- oder Blätterteig, der sonst für solche Törtchen verwendet wird.
11 Kommentare
Liebe Grüße und ein schönes neues Jahr, Sus
Super Idee! Einen guten Rutsch ins neue Jahr für Dich.
Einen Kommentar hinterlassen
| « Kartoffelsalat ohne Mayonnaise | Jahresrückblick 2010 - die leckersten Rezepte » |












