Tipps gegen den Kater
Von Claudia am Dez 31, 2007 | In News, Tipps & Tricks | 4 Feedbacks »

Wer wacht morgens schon gern mit einem schnurrenden, seine Krallen ausstreckenden Kater im Kopf auf? Niemand. Und doch geben sich die Leute immer wieder die Kante und heulen herum, wenn plötzlich die blöde Zimmerdecke auf sie zurast, das Bett schaukelt wie bei einer Atlantiküberquerung, und das einzig prickelnde die Thomapyrin-Schorle auf dem Nachttisch ist. Muss ja nicht sein. Wer ein paar der Tipps wider den Kater beherzigt, kann auch den Tag nach dem Gelage entspannt genießen.
Tipp 1:
Bevor Sie sich so richtig zulaufen lassen, sollten Sie für eine gute Grundlage sorgen, sprich: gut essen. Die so oft beschworene Dose Ölsardinen ist gar nicht sooo falsch: Durch den hohen Fettanteil ist der Magen mit der Verdauung beschäftigt und Alkohol gelangt langsamer ins Blut. Zu fettes Essen kann aber auch einen anderen Nebeneffekt haben: Übelkeit, die sich erst am nächsten Morgen so richtig bemerkbar macht ... Ausgewogenheit ist auch hier das Zauberwort. Gern darf das Essen auch salzig sein. Das wirkt der harntreibenden Wirkung des Alkohols zumindest ein wenig entgegen. Nur Alkohol auf leeren Magen - das sollte man nicht versuchen.
Tipp 2:
Neben den alkoholischen Getränken auch reichlich Wasser bzw. Nicht-Alkoholisches zu sich nehmen. Alkohol entzieht dem Körper nämlich reichlich Wasser. Auch dem Gehirn, deshalb pocht der Schädel nach durchzechter Nacht wie wild auf Flüssigkeit. Zudem sorgt der Flüssigkeitsmangel für Kreislaufprobleme. Wer es nicht schafft, während des Feierns reichlich Wasser zu sich zu nehmen, sollte vorm Fall ins Bett ordentlich Wasser trinken - am besten mit einem Spritzer Zitrone. Das Vitamin C darin soll beim Entgiften helfen. Wer ordentlich gebechert hat, verträgt locker 1 Liter Wasser. Besser ohne Kohlensäure ...
Tipp 3:
Während der Alkoholaufnahme sollten kohlensäurige-haltige Getränke vermieden werden. Kohlensäure beschleunigt die Alkoholaufnahme im Körper.
Tipp 4:
Wer literweise Bier konsumiert kann ja zwischendurch ruhig mal ein Light-Bier trinken. Reduziert die Menge an Gesamtalkohol im Blut.
Tipp 5:
Halten Sie sich an Abenden wie Silvester von Likören und anderem süßen Zeug fern. Der hohe Zuckeranteil sorgt dafür, dass Alkohol schneller ins Blut gelangt.
Tipp 6:
Den gut gemeinten Tipp erprobter Kampftrinker können Sie getrost vergessen: Am nächsten Morgen mit dem Gesöff weitermachen, mit dem man aufgehört hat. Das ist ein Märchen und krault höchstens Ihren Kater. Alleiniger Effekt: Sie sind gleich wieder besoffen und merken vielleicht ohnehin nix mehr.
Tipp 7:
Einen starken Kaffee gefällig, um am Morgen danach wieder wach zu werden? Lieber nicht. Koffeinhaltiges entzieht auch wieder Wasser (zumindest kurzfristig). Geben Sie Ihrem Körper die Chance, langsam wieder durchzustarten.
Tipp 8:
Rollmops schubiduh. Der gewickelte Hering wird als Wunderwaffe gegen den Kater gepriesen. Dabei hat der Fisch allein kaum Heilungspotenzial. Aber: Saures und Salziges gleichen den Mineralverlust aus. Alkohol sorgt nämlich nicht nur dafür, dass Wasser aus dem Körper gesaugt wird, viele Mineralien verdünnisieren sich dabei ebenfalls. Wer am nächsten Morgen auch noch mit Magenproblemen kämpft, sollte sich gut über das Mittel der Wahl im Klaren sein. Ein Täschen Brühe tut's notfalls auch. Wer doch Fischiges mag, dem empfehle ich Matjessalat. Denn welcher Kater schlabbert schon gern Gemüsebrühe ...
Tipp 9:
Ob es nun gleich Tomatensaft sein muss, darüber darf man streiten. Fakt ist: Obst ist prima, um am nächsten Morgen wieder auf Touren zu kommen. Obst ist leicht, belastet nicht und der Zucker im Obst ist schnell für den Körper verwertbar. Ein echter Turbo für den Start.
Tipp 10:
Wein auf Bier das rat' ich Dir ... Vergessen Sie die ganzen Reimereien. Am Ende zählt nur die Gesamtalkoholmenge. Allerdings sollte man auch nicht zu sehr durcheinander trinken. Denn der Körper kämpft nicht nur mit dem Alkohol, auch Farb- und Aromastoffe beschäftigen die Leber. Auch ist Alkohol nicht gleich Alkohol: Bei gleicher Menge sorgt beispielsweise Weizenbier gegenüber "normalem" Bier für den fieseren Kater. Schuld sind dabei sogenannte Fusel-Alkohole. Und die lassen den Schädel brummen.
Tipp 11:
Für manchen gehören Sie zusammen: Alkohol und Zigaretten. Wer nicht auf dei Glimmstengel verzichten kann, riskiert schlimmere Kater-Beschwerden: Die Droge entzieht dem Körper Sauerstoff und Vitamine. Gerade diese beiden helfen aber beim Kampf gegen den Kater ungemein. Rauchen ist ohnehin furchtbar uncool und asozial.
Tipp 12:
Hartgesottene empfehlen als Katerfrühstück Kopfschmerztablette und ein Glas Cola. Wer wirklich starke Kopfschmerzen hat, ist mit eine Tablette wahrscheinlich am besten bedient. Kommt Übelkeit dazu, kann kalte Cola helfen. Die soll angeblich die Magenschleimhaut betäuben und so die Übelkeit lindern. Aber nicht zu viel, ein kleines Gläschen reicht meist schon aus.
Tipp 13:
Sie fühlen sich noch matt und durch den Wind? Dann Überwinden Sie den inneren Schweinehund und machen einen Neujahrsspaziergang. So kommt der Kreislauf in Schwung und der Körper wird mit frischem Sauerstoff versorgt.
Und nun: GUTEN RUTSCH ins neue Jahr 2012!
Rezepte für den Kater-Brunch:
Aal auf Rührei (Luxus-Variante)
Eier im Glas mit Forellenkaviar
Eier-Schnittlauch-Salat
Omelette mit Käse (schön salzig!)
Frischkäsebällchen
Lachsröllchen mit Forellenkaviar
Oder ein Kunspermüsli (wegen der guten Vorsätze, sich gesünder zu ernähren!)
4 Kommentare
links oben: "Tipps gegen den Kater"
dann:
"Tipp 1" und gleich daneben: "Mehr Lesen".
Ja was soll ich denn lesen ? Deinen Blog nat?rlich, bin ja dran.
Claudia, ein gutes 2008 w?nsche ich Dir !
Und Nat?rlich: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-)
Ein Freund von uns trinkt immer "BiWa", so nennt er das. Weil er sein Auto nicht stehenlassen mag.
Was ist das? Sobald er sein Bier halb getrunken hat, f?llt er das Glas mit Mineralwasser auf.
Haben wir ausprobiert. Schmeckt deswegen gar nicht so schlecht, weil das Prickelwasser die fehlende Bier-Geschmacks-Intensit?t in gewisser Weise auszugleichen vermag.
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