Heidelbeerkompott oder Bickbeersuppe
Von claudia am Sep 7, 2006 | In Süßes, Norddeutsches, Suppen | 11 Feedbacks »

Der letzte Samstag war - was meine Markteinkäufe betrifft - zu 50% eine Pleite. Zwar war das Basilikum hervorragend und auch die Kartoffeln waren prima. Doch mit den Pflaumen und den Heidelbeeren hatte ich keine gute Wahl getroffen.
Die Zwetschgen wollte ich zum Backen haben und dafür waren sie durchaus geeignet. Sie haben so gut wie keinen Saft abgegeben. Der Grund: Die Früchte waren einfach noch nicht reif. Ich habe leider nicht
genau genug hingeschaut, denn dann hätte ich sehen können, dass an vielen Zwetschgen noch der Stil dran war. Und der bleibt meist dran, wenn die Frucht noch nicht reif ist. Außerdem waren die Dinger ziemlich hart, auch nicht unbedingt ein Zeichen von Reife. Den Kuchen nach diesem Rezept hatte ich dennoch gebacken, diesmal im CombiDampfgarer bei 200 Grad C in der Heißluftfunktion. Sah zwar schön aus, war aber auch mit viel Zucker ungenießbar nicht unbedingt ein Traum. Viel zu sauer und wenig fruchtig. Schade. Ich finde gerade auf dem Markt sollten die Händler, die häufig ja auch "Erzeuger" sind, auf so etwas achten. Eine Woche länger am Baum und die Zwetschgen wären reif gewesen.
Fast noch mehr habe ich dann aber doch über die Heidelbeeren geärgert. Die esse ich gern frisch mit Milch. Die Beeren waren zwar reif, aber unglaublich sauer, so dass der Verzehr kein Genuss war. Kurzerhand habe ich umdisponiert und Blaubeerkompott draus gemacht.
Die Zubereitung ist sehr einfach: Die Heidelbeeren in einen Topf geben, etwas Zucker drauf (ok, auf Grund der Säure diesmal etwas mehr) und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Das dauert ca. 10 Minuten, die Früchte ziehen sehr schnell Saft, so dass man eher eine Suppe erhält. Wer mag, kann das Kompott mit etwas Stärke oder Vanillepuddingpulver binden. Ich finde, das muss nicht sein. Je länger man das Kompott köchelt, desto mehr fängt es zu gelieren an. Grund dafür ist das Pektin, das in den Beeren ganz natürlich vorkommt.
Das fertige Kompott gabs zum Milchreis. Ein Rest wanderte dann noch in Joghurt. Wenn man das Kompott nicht bindet und es quasi als Suppe lässt, schmeckt die Suppe prima mit Grießklößchen oder gleich über Grießpudding. Aus der Kindheit kenne ich diese Suppe übrigens als "Bickbeersuppe". Die gabs immer, wenn wir "in den Bickbeeren" waren.
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11 Kommentare
Nur wie lange braucht er da und bei wieviel Grad?
herwig
herwig
Bitte!!!
pssss, Milchreis im Dampfgarer, Leute ? jetzt h?rt mir aber uff. Det haben unsere Omis ja wohl och ohne die Technik lockerst hinbekommen!
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