Kategorie: Rezensionen

Karamellsauce oder "Verrückt nach Karamell"

Verrückt nach Karamell

Es gibt nur wenige Rezepte, bei denen das Resultat derart unvorhersehbar ist, wie bei Karamell. Dementsprechend begegne ich dem geschmolzenen Zucker mit einigem Respekt. Eigentlich nur eine Zutat, aber so zickig, dass mancher nach katastrophalen Erfahrungen entnervt aufgibt. Eine, die glücklicherweise nicht aufgegeben hat, ist Trish Deseine. Sie ist nicht nur "Verrückt nach Schokolade", sondern auch "Verrückt nach Karamel".

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  • "Fast nackt" - vom Versuch ethisch korrekt zu leben

    Fast Nackt von Leo Hickman

    Leo Hickman ist Journalist beim britischen Guardian. Er hat ein schwieriges Experiment gewagt: Mit seiner Familie hat er versucht, ein Jahr lang ohne schlechtes Gewissen zu leben. Welche Erfahrungen er dabei gemacht hat, dokumentierte er in seiner Kolumne Ethical Living und auch in einem am?santen Buch: "Fast Nackt - Mein abenteuerlicher Versuch ethisch korrekt zu leben".

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  • Flusskrebse, Rübchen und Moorschnucken

    Flusskrebse, Rübchen und MoorschnuckenVereinigungen wie Slow Food oder die vielen regionalen Aktionen propagieren es schon lange: Lebensmittel kleiner Betriebe aus der Region sind schmackhaft, meist auf Nachhaltigkeit bedacht und setzen der Massentierhaltung und den Agrarfabriken mit ihren Monokulturen etwas entgegen. Ein sch?nes Buch zum Thema ist Sabine Herres "Flusskrebse, Rübchen und Moorschnucken".

    Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die verschiedenen Regionen Deutschlands. Gestartet wird in Bayern. Es geht durch alte Klöster mit ihren spirituellen spiritu?sen Geheimnissen, über Almwiesen mit geleasten K?hen und in die Donau, wo über den Huchen berichtet wird. Zwischen Schwarzwald und schwäbischer Alb gibt es Wissenswertes über das Hinterwälder Rind, ich erfahre, dass es auf der schwäbischen Alb wieder Weinbergschnecken gibt und dass die Champagner-Bratbirne nicht so heißen darf, weil eben nur Schaumwein aus der Champagne den Namen Champagner tragen darf.

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  • König Kunde ruiniert sein Land

    K?nig Kunde ruiniert sein Land
    Zurzeit ist die Globalisierung in aller Munde und vielfach an allem Schuld. "Der Spiegel" widmet ihr einen Titel, "Brand Eins" stellt die Septemberausgabe unter das Motto "Die Erde ist eine Scheibe. Und andere Missverständnisse der Globalisierung" und "The Economist" widmet der Weltwirtschaft mit "Surprise! The power of the emerging world" ebenfalls einen Titel. Von Sozialdumping ist die Rede, von Umweltsünden in den hintersten Winkeln der Welt. Die Politik wird gefordert, die Industrie in die Verantwortung genommen. Und einer hat in der ganzen Geschichte meist eine weiße Weste, weil er gar nicht oder nur am Rande auftritt: der Konsument. Bernhard Pötter geht in seinem Buch "Kunde König ruiniert sein Land - Wie der Verbraucherschutz am Verbraucher scheitert. Und was dagegen zu tun ist" (oekom-Verlag) den umgekehrten Weg.

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  • Die Suppe lügt!

    Die Suppe lügt
    Wo man Huhn schmeckt ist Huhn drin, wo pralle Kirschen auf der Packung abgebildet sind, finden sich auch Kirschen im Inhalt. Das gilt in der schönen neuen Welt des Industriegeschmacks nur noch selten. Längst würde die weltweite Ernte von Erdbeeren nicht mehr ausreichen, um alle Erdbeerjoghurts und -drinks dieser Welt zu aromatisieren. Was ein Großteil der Menschen schmeckt ist längst ein Produkt, das in den Laboren der Aromastoffproduzenten gemixt wurde. "Die Suppe lügt - Die schöne neue Welt des Essens" - so der plakative Titel eines Buchs von Ulrich Grimm. Wer das gelesen hat, wirft häufiger einen Blick aufs Etikett. Denn es ist nicht immer drin, wonach es aussieht.

    In seinem Buch "Die Ernährungslüge" ging Hans-Ulrich Grimm auf Glutamat und Farbstoffe ein und beschrieb eindrucksvoll, welche Wirkung diese und andere Stoffe auf das Gehirn haben. In "Die Suppe lügt" geht's um Aromen. Die vermeintlich natürlichen und die naturidentischen. Und darum, warum all diese Stoffe so, ja sagen wir ruhig, gefährlich sein können. Dass wir schmecken hat ja durchaus seinen Sinn. Der Geschmack zeigt uns in den meisten Füllen an,

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