Scharfes Karottenpüree - Möhrenkaviar!
Von Claudia am Jun 18, 2009 | In Aus fremden Küchen, Partyfood, Vegetarisches, Antipasti, Vegan, Sommer | 14 Feedbacks »

“Karotten sind der neue Kaviar” überschrieb die Financial Times einen Artikel über die Verwendung regionaler und vor allem saisonaler Produkte in den Spitzenküchen der Welt. US-Koch Daniel Patterson (Coi/San Francisco) gibt in dem Artikel Beispiele für gelungene Umsetzungen der Back-to-Basics-Küche auf gehobenen Niveau - weg von Gänsestopfleber und Kaviar. Denn wenn selbst Ferran Adria sagt “All products have the same gastronomic value, regardless of their price", dann muss sich doch auch in den Kreativschmieden der Länderküchen etwas ändern. In Frankreich entschloss sich Alain Passard (L’Arpège) schon 2001, Fois Gras und Fleisch von der Karte zu streichen und die geliebte Gänseleber durch Karotten zu ersetzen. Auch wenn es mittlerweile wieder Fleisch bei ihm gibt, so verbuchte er mit seiner Abkehr von der standardisierten Luxusküche durchaus Erfolg. So gesehen gab es bei mir gestern Kaviar. Möhrenkaviar.
Schon ein Auberginen-Püree, wird häufig als “Kaviar des kleinen Mannes” bezeichnet und auch mein Karottenpüree war eine kleine Delikatesse. Ich habe es nach einem Rezept aus Claudia Rodens “Tamarind & Saffron - Favourite Recipes form the Middle East” zubereitet, allerdings habe ich die Möhren nicht in Wasser gegart, sondern im 200° C heißen Ofen, weil ich ohnehin Paprika geröstet habe.
Die Bundmöhren habe ich nur leicht geschält und in einer flachen Schüssel mit Olivenöl und Meersalz vermischt. Ca. 30 Minuten bei 200 Grad haben das Wurzelgemüse schön weich gekocht. Ich habe das Püree nur mit einer Gabel sehr fein zerdrückt, pürieren geht natürlich auch.
Hinzu kam eine Knoblauchzehe, Olivenöl, Salz, etwas heller Essig, sowie Chiliflocken, Paprika und Cumin. Im Originalrezept wird Harissa verwendet, aber mit dem Hinweis versehen, dass man dieses tunesische Gewürzpaste auch prima durch Chiliflocken und gemahlenen Paprika ersetzen kann.
Ob drauf gab es bei mir frisch gehackte Petersilie und cremigen Schafskäse (Veganer ersetzen den eben durch ein pflanzliches Produkt - nur damit jetzt nicht wieder jemand schreibt, das Rezept sei ja gar nicht vegetarisch oder vegan …). Dazu passt Brot. Übrigens: Wer ein Baby hat, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Gleich eine große Portion Karottenpüree machen und dann eine Hälfte für das Baby ungewürzt lassen.
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Hier das Rezept:
========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.2
Titel: Spicy Carrot Puree - Möhrenkaviar
Kategorien: Möhren, Karotten
Menge: 1 Rezept
750 Gramm Möhren
Salz
4 Essl. Olivenöl
3 Essl. Weinessig
2 Knoblauchzehen;zerdrückt
1 Teel. Harissa (oder 1 TL scharfes Paprikapulver und
– Chilipulver nach Geschmack)
1 1/2 Teel. Gemahlenen Kreuzkümmel (Cumin)
=========================== OPTIONAL ===========================
Schafsfeta
Oliven
============================ QUELLE ============================
Claudia Roden “Tamarind & Saffron”
– Erfasst *RK* 18.06.2009 von
– http://www.foolforfood.de
Wurzeln schälen und in Wasser weich kochen. Alternativ kann man die Karotten auch im Ofen bei 200 Grad C garen, dann aber vorher in Olivenöl wenden und salzen. Sehr schonend gart man die Kartotten im Dampfgarer.
Die weichen Karotten mit einer Gabel zermusen, dann mit den anderen Zutaten vermischen. Optional mit Feta-Käse und Oliven garnieren und kalt servieren.
Anmerkung Claudia: Mit Petersilie und Feta serviert. Sehr lecker und würzig, passt auch gut auf ein orientalisches Büffet.
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14 Kommentare
@Chris: In jedem Supermarkt sicherlich nicht. Aber in einigen mit einem Gang oder Regal mit "fremden" Zutaten sollte sich das finden. Und wenn nicht: Paprikapulver + Chilipulver :-)
Eine Frage hätte ich vielleicht noch. Mein Freund und ich waren uns über den Vorgang des Musens etwas uneins. Wie machst du das? Mit dem Stampfer oder dem Pürierstab? Unser Ergebnis (mit dem STampfer) war für meinen Geschmack etwas... "grobstückig"...
das Musen erfolgt nach Belieben. Einige mögen gerade die etwas gröbere Konsistenz, anderen kann es nicht fein genug sein. Pürierstab ist bei Karotten - anders als bei Kartoffeln - kein Problem. Mit der Gabel geht auch. Aber dann müssen die Karotten wirklich gut weich gekocht sein.
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