Paprika-Sauce aus gerösteten Paprika
Von Claudia am Sep 4, 2009 | In Alltagsküche, Pasta, Saucen, Sommer | 13 Feedbacks »
Man könnte es fast als Pesto bezeichnen - wären da nicht die Zutaten Sahne und Crème fraîche … Dieses frisch-fruchtige Rezept gehörte diesen Sommer zu meinen erklärten Lieblingen.
Zunächst werden die Paprika bei ca. 220° C gut 15-20 Minuten geröstet. Wie lange das im eigenen Ofen dauert, hängt von mehreren Faktoren ab: Unter oder auf einem Grill funktioniert es immer noch am besten, aber auch normale Öfen sind dafür zu gebrauchen. Bester Indikator für die Paprika: Wenn die Haut in Richtung schwarz tendiert und kräftig aufgeblasen ist, können die Paprika aus dem Ofen - also schön beobachten! Danach kommen die Paprika in einen Plastikbeutel, ca. 10-20 Minuten, ich habe sie auch schon deutlich länger in dem Beutel vergessen gelassen. Der Duft nach Paprika, der aus dem Beutel strömt, sollte man genießen. Nach dem Schwitzbad in Plastik lässt sich die Haut recht einfach abziehen.
Die gerösteten und geschälten (und natürlich entkernten) Paprika werden dann mit gerösteten Pinienkernen püriert.
In einer Pfanne werden unterdessen feine Zwiebelwürfelchen und Knoblauch in etwas Olivenöl angeschwitzt. Dann kommt das Paprikapüree dazu. Abgeschmeckt wird mit Creme fraiche und Sahne. Ein Esslöffel Creme fraiche auf 3 Paprika war bei mir perfekt, dazu kommt dann Sahne - je nach gewünschter Konsistenz und Geschmack. Salz und Pfeffer. Pasta in der Sauce schwenken, fertig. Zum Anrichten etwas Parmesan und ein paar geröstete Pinienkerne auf die Pasta. Basilikum nur zur Dekoration. Gut passt Petersilie, die ich aber ausnahmsweise nicht frisch vorrätig hatte. Geniale Pasta-Sauce, die toll nach Paprika - leicht süßlich, dazu perfekt ein wenig säuerlich (dank Creme fraiche!) - schmeckt und cremig die Zunge umschmeichelt!
Rezept für 2 Personen:
3 rote Paprika
3 EL geröstete Pinienkerne
2 EL Olivenöl
1 Schalotte in feinen Würfeln
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 EL Creme fraiche
4 EL Sahne (oder mehr nach Belieben und Geschmack)
frischer Parmesan, gehobelt oder gerieben
gehackte Petersilie
Spaghetti oder andere Pasta für 2 Personen
Die Paprika im 220° C heißen Ofen rösten bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Die Paprika dann in einen Plastikbeutel (Gefrierbeutel) geben und ca. 10-20 Minuten drin lassen, damit sich die Paprika besser schälen lassen. Die Haupt dann abziehen und die Paprika entkernen.
Paprika mit 2 EL Pinienkernen im Mixer fein pürieren.
Schalotte und Knoblauch im Olivenöl leicht anschwitzen lassen. Paprikapüree zugeben und kurz verrühren. Sahne und Creme fraîche zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf auch ruhig noch Creme fraiche oder Sahne zugeben - ersatzweise auch etwas Kochwasser der Nudeln.
Die bissfest gekochten Nudeln in die Sauce geben und gut schwenken. Mit den restlichen Pinienkernen und Parmesan (gehobelt oder gerieben) sowie etwas gehackter Petersilie bestreuen. Guten Appetit!
Abwandlung: Man kann natürlich auch angedünsteten Knoblauch und die Schalotte mit den gerösteten Paprika pürieren. Ganz puristische Paprika-Liebhaber lassen Knoblauch und Zwiebel gleich ganz weg. Dann wirds eine äußerst milde Sauce.
Mehr Paprika-Rezepte
Salat aus gerösteten Paprika, Zitrone und Kapern
Geröstete Paprika
Überbackene Paprika
Malzbiergulasch mit Paprika
13 Kommentare
Kleiner Tipp von mir für das Häuten der Paprika: Nicht in einen Plastikbeutel geben, sondern ein wirklich nasses (nicht nur feuchtes) Handtuch über die Paprikaschoten legen ("werfen"), sobald man sie heiß und schwarz aus dem Ofen holt. Es zischt gewaltig, aber sie kühlen so sehr schnell ab und lassen sich fast sofort ganz leicht abziehen!
wieder habe ich ein Rezept aus Deiner tollen Sammlung ausprobiert und bin begeistert. Die Sosse aus gerösteten Paprikas ist Spitze. Das einzige was ich das nächste mal anders machen werde ist die Temperatur auf 180 zu stellen und die Paprikas länger drin lassen-meine haben sich nämlich etwas schwer geschällt.
Vielen Dank nochmal für Deine schönen Rezepte
Grüße
Katharina
Einen Kommentar hinterlassen
| « Hefeteig | Barcomi's Deli in Berlin » |










