Rhabarbersaft
Von Claudia am Mai 30, 2006 | In Ans Eingemachte, Norddeutsches, Vegan, Getränke, Selbstgemachtes, Frühling | 12 Feedbacks »

Nach Rhabarber Crumble, Rhabarberkompott und den Rhababertörtchen kann ich nicht behaupten, ich hätte die Rhababersaison 2006 nicht genutzt. Zum Abschluss musste ich etwas ausprobieren, was ich besonders gern mag: selbstgemachter Rhabarbersaft.
Im Handel ist Rhabarbersaft - obwohl längst gängig in vielen Kneipen - nur in Bioläden oder Reformhäusern zu bekommen und meist auch nicht überall. Eventuell am ehesten noch über einen Versand. Die Eigenproduktion durchaus also Sinn hätte. Hätte. Denn wer Rhabarber nicht im eigenen Garten wuchern hat, für den wird das kein billiges Vergnügen.
Ich habe zwei Kilo Rhabarber klein geschnitten und mit knapp 0,3 l Wasser aufgesetzt und so lange gekocht, bis eine nicht mehr stückige Masse entstand. Die ganze Schmatze kam in ein Mulltuch und wurde über Nacht zum Abtropfen stehen gelassen. Ein mühsames Prozedere. Hätte ich einen Dampfentsafter (kommt zur Beerensaision bestimmt!), er hätte gegenüber der Mulltuch-Methode klar den Vorzug bekommen...
Am nächsten Tag wird der gewonnene Saft dann mit 250 g Zucker pro Liter Saft aufgekocht und abgefüllt. Diesen Wert habe ich im Netz gefunden, allerdings habe ich erst einmal etwas Wasser dazugegeben und mich auf 200 g Zucker beschränkt. Der Saft ist dennoch einen Tick zu süß, beim nächsten Mal würde ich weniger nehmen.
Von der Farbe des Saftes bin ich begeistert. Ein so kräftiges Pink hätte ich nicht erwartet, zumal Kompott aus den gleichen Stengeln nur ein altrosa-grünes Dessert hervorbrachte. Der Saft ist leicht sirupartig, ich hätte also gut noch etwas mehr Wasser hinzufügen können. Ein Blick auf eine leere Flasch Voelkel Rhabarbertrunk liefert den Hinweis, dass der Saft lediglich 60% Rhabarberdirektsaft enthält. Die sirupartige Konsistenz ist aber kein Problem, da ich den Saft ohnehin nur als Schorle trinke. Die zwei Kilogramm Rhabarber haben bei mir 1,2 l Saft ergeben (inkl. des Wasser, das ich hinzugefügt habe). Fazit: Selbstgemachter Rhabarbersaft sieht super aus und schmeckt. Allerdings finde ich, dass der Aufwand und die Kosten in keinem Verhältnis stehen. Für Foodies aber natürlich ein unbedingtes Muss ;-)
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11 Kommentare
Wir werden den Nektar in 4 bis 8 Wochen dann in unsere Saftboxen abf?llen. Wenn Du probieren willst, schicken wir Dir gern mal eine Gratisbox zu. Dein Urteil w?rde mich interessieren. Bitte nicht falsch verstehen. Soll keine Werbung sein. Wir hatten in unserem Blog gefragt, ob Interesse an Rhabarber-Nektar besteht und viele Leute wissen gar nicht mehr, wie so etwas schmeckt.
Also viele Gr??e aus Sachsen nach Hamburg.
PS: Schade, da? Hamburg so weit weg ist, sonst h?ttest Du den Rhabarber zu uns bringen k?nnen. Der reicht immer vorne und hinten nicht. :o)
http://ostwestwind.twoday.net/stories/1298080/
Die Saftmethode erinnert mich an meine Oma in der K?che ohne elektrische Hilfsmittel und unsere Apfelernte aus dem Garten. Die sowieso die besten ?pfel der Welt waren! ;-)
@Kirstin: Danke, nehme das Angebot der Rhabarbersaft -pardon Nektarverk?stigung gern an
@Ulrike: So einen Schemel h?tte ich gut gebrauchen k?nnen...
@creezy: Ich w?nschte, ich h?tte einen Garten. Zum Versaften ist der Rhabarber hier eigentlich etwas zu teuer.
Aber sie haben diesen Apfelbaum mit diesen grandiosen ?pfeln rausgerissen ? das tat sehr weh!
Ich bin schon jetzt gespannt wie ein Flitzebogen, wie er Dir schmeckt.
Viele Gr??e,
Kirstin
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