Getrocknete Champignons
Von Claudia am Jun 2, 2009 | In Vegetarisches, Tipps & Tricks, Selbstgemachtes, Landleben | 6 Feedbacks »

Als ich vergangene Woche die Hendlsuppe aufsetzte, verlangte das Rezept nach getrockneten Champignons oder wahlweise frischen Pilzen. Ich hatte frische Champignons, die eigentlich für ein anderes Gericht gedacht waren. Aber so ein paar kleine Pilze konnte ich schon entbehren. Dann kam wieder ein wenig was dazwischen, ich speiste außer Haus und der eigentliche Verwendungszweck für die Pilze war weg. Sonst passiert es mir, dass ich die Pilze in der Kühlung vergesse und irgendwann, wenn sich das Velum gelöst hat und den Blick auf mittlerweile braun verfärbte Lamellen freigibt, dass ich die Pilze wegwerfe. Diesmal wollte ich dem aber zuvorkommen …
Ganz fix am Frühstückstisch habe ich die Champignons in Scheiben geschnitten und zum Trocknen ausgelegt, diesmal auf ein Holzbrett. Auf Zeitungspapier trocknen finde ich nicht so appetitlich, selbst wenn es sich um den Feuilleton der Zeit handelt. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen habe ich die Pilzscheiben jeweils einmal gewendet, dann noch einen Tag durchtrocknen lassen. So schön aufgefädelt, wie diese Steinpilze, habe ich sie nicht.
Bei gesammelten Pilzen aus dem Wald, war mir das Trocknen von Kindesbeinen an vertraut, aber getrocknete Champignons? Dabei finde ich immer wieder Rezepte, in denen ein paar getrocknete Pilze verwendet werden. Die getrockneten Pilzköpfe sind ein toller Aromageber und runden viele Saucen ab - und haben den Vorteil, dass man sie auch über eine längere Zeit lagern kann. Wichtig ist beim Trocknen allerdings, dass die Pilze wirklich sehr trocken sind bevor man sie luftdicht in einer Dose einschließt. Ist noch Restfeuchte vorhanden, können die Pilze verderben, aber das riecht man dann … Wie lange man die Pilze trocknen muss, hängt zunächst von der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Im regnerischen Herbst können die Pilze durchaus länger trocknen. Ein weiterer Faktor ist die Dicke der Pilzscheiben. Dicke Scheiben brauchen logischerweise länger als dünne bis sie durchgetrocknet sind.
Wer mag, kann getrocknete Pilze auch zu Pilzmehl verarbeiten - wie hier etwa das Steinpilzmehl. Das ist natürlich mit Steinpilzen viel edler, geht aber auch mit Champignons. Damit lassen sich Cremesuppen und Saucen gut würzen.
6 Kommentare
LG Andy
@Andy: Sehr vorhersehbar, das Ergebnis: Die Pilze verlieren Wasser ;-)
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