Schlagworte: rezensionen

Tafelhaus vs. Piment

Tafelhaus vs. Piment
Kochtechnisch wird die vergangene Woche keine bleibende Erinnerung hinterlassen. Zum einen habe ich viel gearbeitet, zum anderen habe ich außer Haus gespeist. Mehr als essen kann selbst ich nicht, so dass Selbstgekochtes schlichtweg keinen Platz mehr gefunden hätte. Dafür gibt's heute einen Restaurant-Vergleich.

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  • Flusskrebse, Rübchen und Moorschnucken

    Flusskrebse, Rübchen und MoorschnuckenVereinigungen wie Slow Food oder die vielen regionalen Aktionen propagieren es schon lange: Lebensmittel kleiner Betriebe aus der Region sind schmackhaft, meist auf Nachhaltigkeit bedacht und setzen der Massentierhaltung und den Agrarfabriken mit ihren Monokulturen etwas entgegen. Ein sch?nes Buch zum Thema ist Sabine Herres "Flusskrebse, Rübchen und Moorschnucken".

    Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die verschiedenen Regionen Deutschlands. Gestartet wird in Bayern. Es geht durch alte Klöster mit ihren spirituellen spiritu?sen Geheimnissen, über Almwiesen mit geleasten K?hen und in die Donau, wo über den Huchen berichtet wird. Zwischen Schwarzwald und schwäbischer Alb gibt es Wissenswertes über das Hinterwälder Rind, ich erfahre, dass es auf der schwäbischen Alb wieder Weinbergschnecken gibt und dass die Champagner-Bratbirne nicht so heißen darf, weil eben nur Schaumwein aus der Champagne den Namen Champagner tragen darf.

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  • König Kunde ruiniert sein Land

    K?nig Kunde ruiniert sein Land
    Zurzeit ist die Globalisierung in aller Munde und vielfach an allem Schuld. "Der Spiegel" widmet ihr einen Titel, "Brand Eins" stellt die Septemberausgabe unter das Motto "Die Erde ist eine Scheibe. Und andere Missverständnisse der Globalisierung" und "The Economist" widmet der Weltwirtschaft mit "Surprise! The power of the emerging world" ebenfalls einen Titel. Von Sozialdumping ist die Rede, von Umweltsünden in den hintersten Winkeln der Welt. Die Politik wird gefordert, die Industrie in die Verantwortung genommen. Und einer hat in der ganzen Geschichte meist eine weiße Weste, weil er gar nicht oder nur am Rande auftritt: der Konsument. Bernhard Pötter geht in seinem Buch "Kunde König ruiniert sein Land - Wie der Verbraucherschutz am Verbraucher scheitert. Und was dagegen zu tun ist" (oekom-Verlag) den umgekehrten Weg.

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  • Die Suppe lügt!

    Die Suppe lügt
    Wo man Huhn schmeckt ist Huhn drin, wo pralle Kirschen auf der Packung abgebildet sind, finden sich auch Kirschen im Inhalt. Das gilt in der schönen neuen Welt des Industriegeschmacks nur noch selten. Längst würde die weltweite Ernte von Erdbeeren nicht mehr ausreichen, um alle Erdbeerjoghurts und -drinks dieser Welt zu aromatisieren. Was ein Großteil der Menschen schmeckt ist längst ein Produkt, das in den Laboren der Aromastoffproduzenten gemixt wurde. "Die Suppe lügt - Die schöne neue Welt des Essens" - so der plakative Titel eines Buchs von Ulrich Grimm. Wer das gelesen hat, wirft häufiger einen Blick aufs Etikett. Denn es ist nicht immer drin, wonach es aussieht.

    In seinem Buch "Die Ernährungslüge" ging Hans-Ulrich Grimm auf Glutamat und Farbstoffe ein und beschrieb eindrucksvoll, welche Wirkung diese und andere Stoffe auf das Gehirn haben. In "Die Suppe lügt" geht's um Aromen. Die vermeintlich natürlichen und die naturidentischen. Und darum, warum all diese Stoffe so, ja sagen wir ruhig, gefährlich sein können. Dass wir schmecken hat ja durchaus seinen Sinn. Der Geschmack zeigt uns in den meisten Füllen an,

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  • We feed the World

    We feed the World
    Es ist rund 20 Jahre her, dass ich anfing, mich für Ernährung zu interessieren. Bei Projektwochen in der Schule trug ich mich immer bei den "Vollwertern?hrungsprojekten" ein und fand die Gerichte - als krasser Gegensatz zur häuslichen Dreifaltigkeit von Fleisch, Gem?se (vorzugsweise Erbsen und Wurzeln aus der Dose) und Kartoffeln - sehr spannend. Ich fing an zu kochen, lebte eine zeitlang vegetarisch. Nicht ganz unschuldig - wenn auch nicht ausschlaggebend - war damals der Film "Fleisch frisst Menschen", der den Zusammenhang von übermäßigem Fleischkonsum in den Industrieländern und verhungernden Menschen in der dritten Welt aufzeigte. Seit dem Film (1987) hat sich Vieles in der immer st?rker globalisierten Welt getan, die Menschen in den Industrieländern haben sich von ihrer Nahrung immer weiter entfernt. Sehr eindrücklich zeigt das im Jahr 2006 der Österreicher Erwin Wagenhofer mit seiner Dokumentation "We feed the World". Vieles, was der Film in bewegten Bildern verdeutlicht, aber nicht explizit ausspricht, ist im Buch "We feed the World - Was uns das Essen wirklich kostet" nachzulesen.

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