Altes & Neues auf der Eat'n Style
Von claudia am Sep 9, 2007 | In Fundstücke, News, Foodie-Events | 7 Feedbacks »

Von der Messe "Salon Gourmet" im Frühjahr diesen Jahres war ich so etwas von nicht begeistert, dass es mir nicht einmal einen Blogeintrag wert war. Schon aus diesem Grund war ich bei der Ankündigung der "Eat'n Style" schon skeptisch. Immerhin wurden Besucher auch hier mit 18,- Euro am Eingang zur Kasse gebeten. Kochshows, die hier sehr treffend Koch-Theater hie?en, exklusive. Ich wurde zumindest ein wenig angenehm ?berrascht.
Natürlich auch auf dieser Messe: Fast in jedem Gang buhlte ein Senfstand mit "exotischen" Senfkreationen um die Gunst der vorbeischlendernden Besucher. Hier eine Schnapsbrennerei, dort ein Winzer. Ich habe eine ausgesprochen leckere Williams-Christ-Birne (hochprozentig, aber nicht spritig) probiert und die Fruchtaufstriche des Herstellers Zwergenwiese für mich entdeckt. Die kommen ohne Zuckerzusatz aus und gefielen mir besonders in den Sorten "Schwarze Johannisbeere" und "Aprikose". Angenehm wenig süß.

Nett die Aktionen der Zeitschrift "Living at Home": Dort wurde gezeigt, wie Tische schön gedeckt werden. Einerseits erfrischend bunt, andererseits zu sehr gestylt und mit Bordmitteln eines normalen Haushalts eher nicht umzusetzen. Wer hat schon den Fundus eines Life-Style-Magazins ... über den Tag verteilt gab es meherere Vorführungen, blöderweise gab es immer, wenn ich vorbeiging keine bzw. war die nächste eher zum Thema "Wir decken den Tisch für einen Kindergeburtstag".
Schön fand ich die Produkte von Dekoop. Die Lampenschirme für Teelichte, die einfach über ein Weinglas gestülpt werden fand ich sehr süß, ebenfalls die Filzprodukte, die leider nicht ganz billig sind, es aber aufgrund der hohen Filzpreise auch nicht sein können. Gleich nebenan die Pension für Produkte. Stylish-witzige Gegenstände, die zwar schön, aber nicht unbedingt notwendig sind.

Verwundert war ich über den Weinhändler, der alte Weine feilbot. Der Anblick eines Latour Jahrgang 1958 beeindruckt mich schon, noch viel mehr allerdings, dass diese Preziosen so locker auf dem Messestand aufgebaut waren. Ist das nicht gerade für die alten Weine in der heißen Messehalle viel zu warm und zu trocken? Auf Nachfrage bekam ich ein: "Die Weine sind stabil, die können das ab." Das mag ich gar nicht glauben ...
Insgesamt habe ich die Messe genutzt, um Neues zu probieren und mir Anregungen zu holen. Wirkliche Innovationen habe ich nicht erwartet (auch wenn das mal schön gewesen wäre) und wurde dementsprechend auch nicht enttäuscht. Ein paar Dinge werde ich demnächst einmal vorstellen und zur Diskussion stellen. Bleibt der mit 18,- Euro Eintritt recht happige Preis. Selbst im Vorverkauf waren noch 15,- Euro zu berappen.
7 Kommentare
Die Eintrittspreise sind auch in CH sehr hoch. Bei Fachmessen bewusst so hoch, um Laien fernzuhalten. Bei Publikumsmessen wird einfach genommen, was man kriegt.
www.kochgefluester.de
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