Produkttest: die Schneidbox
Von Claudia am Apr 13, 2010 | In Fool for gadgets, News | 8 Feedbacks »
Ich bekomme gelegentlich Anfragen, ob ich ein Produkt testen möchte. Das mache ich letztlich sehr selten und dann eigentlich auch nur, wenn das Produkt nicht unter die Rubrik “Dinge, die die Welt nicht braucht” fällt. Die Schneidbox ist so ein Fall - und ich habe gern getestet.
Gleich vorweg: Ich habe die Schneidbox vom Hersteller zur Verfügung gestellt bekommen.
Wer in einem Durchschnittshaushalt nach guten Schneidebrettern sucht, findet häufig nur Frühstücksbrettchen oder maximal doppelt so große Bretter. Das verhindert, dass man vernünftig und schnell arbeiten kann. Leider sind die meisten Küchen nicht gerade geräumig und Platzmangel dürfte wohl der häufigste Grund sein, warum keine gescheiten Bretter angeschafft werden. Die Schneidbox ist ein solides Schneidebrett, bei dem ein 45x29x2,5 cm großes Brett in einer Art stabilen Gehäuse liegt. Insgesamt ist diese Box dann ca. 46x30x7 cm groß. Die Höhe von 7 cm fand ich sehr positiv, weil ich schon immer lieber eine höhere Arbeitsplatte gehabt hätte.
Der eigentliche Clou an der Schneidbox: Im Inneren lagern unter dem Schneidebrett 2 Schalen: eine große, 40 cm lange, für Abfälle, eine kleine (13,5 cm) für die zerschnibbelten Früchte und Gemüse. Die Abfälle, die beim Schneiden von Gemüse, Obst und anderen Zutaten anfallen, schiebt man elegant mit dem Messerrücken (nicht mit der Klinge!) in die Abfallschale. Die große Abfallschale ist einerseits positiv, aber auch ein kleiner Nachteil: Um sie herauszuziehen benötigt man gut und gern insgseamt knapp 90 cm Platz. 46 cm von der Schneidbox plus 40 cm um die Abfallschale ganz herauszuziehen. Das passt bei mir haargenau in die Lücke zwischen Spüle und Herd. Platz für das andere Schälchen auf der gegenüberliegenden Seite ist dann nicht mehr, sodass ich ohnehin gezwungen bin, das Brett gelegentlich ein wenig zu schieben.
Die Schalen sind einfach herausziehbar, das Brett hat eine kleine Vorrichtung, damit es sich nicht versehentlich bewegt. Es steht sehr fest, das Herausnehmen geht aber kinderleicht. Die eine Seite des Brettes ist glatt, die andere verfügt über eine Saftrille zum Schneiden von Fleisch oder sehr saftigem Obst. Das Brett selbst lässt sich mit einer Hand anheben, für die ganze Schneidbox sollte man schon beide Hände frei haben - dafür entfällt bei der Box das feuchte Tuch unterm Brett, um es zu fixieren, denn die Box steht wie ein Fels in der Brandung. Alles sehr solide verarbeitet, keine scharfen Kanten - da macht sich Made in Germany bemerkbar.
Ich habe die Schneidbox in der Bambus-Version bekommen - ganz nach meinem Geschmack. Nach meiner Erfahrung ist Bambus sehr hart und wird auch nicht so schnell unansehnlich wie andere Holzarten. Teurere Modell gibt es in Buche und Eiche, günstiger ist das Modell in Kunststoff. Und damit wären wir auch schon beim Preis: In der preiswertesten Version kostet die Schneidbox 89,95 € in Bambus dann schon 98,95 und die Eichenholz-Version kostet 119 Euro. Dabei sind dann 3 kleine Plastikschälchen und eine große Plastikschale. Ein recht hoher Preis, wenn man bedenkt, dass Hackbretter im Handel nur rund 30-45 Euro (Bambus, vergleichbare Größe/Qualität) kosten. Dafür gibt es dann aber auch nur ein Brett und keine solide Komplettlösung aus deutscher Herstellung. Den letzten Aspekt finde ich nicht unwesentlich: Zwar kostet das Brett im Vergleich zu günstigen Importbrettern deutlich mehr, dafür wird aber auch lokale Arbeit unterstützt.
Fazit: Ein gutes Schneidebrett mit klug entwickeltem System zum Auffangen von Abfällen auf der einen, Kleingeschnippeltem auf der anderen Seite. Ein idealer Schneideplatz, besonders auch wenn einmal mehr Leute mithelfen, und die Arbeitsplatte schon anderweitig besetzt ist. Dann kann man die Schneidbox prima auf einen separaten Tisch stellen, ohne dass man sich um die Abfall-Logistik sorgen machen muss. Da bleibt alles sauber - selbst wenn der Tisch nicht der größte ist: Auf einem kleinen Tisch ist die Schneidbox sehr genial, weil die Abfallschale nach getaner Arbeit einfach herausgezogen werden kann. Für die Aufbewahrung der Box gibt es die Möglichkeit, sie an der Wand anzubringen - dauerhaft auf der Arbeitsfläche wäre prima, aber dafür reicht bei mir leider die Arbeitsfläche nicht.
Schneidbox vom Hersteller
Schneidbox mit Schneidbrett in Bambus (bei amazon.de)
8 Kommentare
Wäre wirklich eine Überlegung wert, mittlerweile ist bei mir eh ein neues Brett fällig.
@Sven: Ich hatte auch schon sehr viele Bretter. Einige hätte man nach kurzer Zeit verfeuern können ;)
Man hat mich übrigens gefragt, wie ich auf die Schneidbox gekommen bin. Ich durfte auf deinen Blogeintrag verweisen. :)
Schöne Idee!
1) Schneidbox Technik
2) Das perfekte Dinner mit der Schneidbox
Speziell Version 2 ist recht lustig und beide Videos erklären gut die Funktion.
Kaufen kann man die Schneidbox z.B. bei
www.steinchenspiel.de oder bei AMAZON oder eBay.
MfG
Clemens
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